Lautsprecher im Test: KEF Reference 203 / 2 vs. Aurum Montan VIII

Die nächsten Kandidaten waren die KEF Reference 203 / 2 sowie einige Modelle des Herstellers AURUM, hier insbesondere die Montan VIII.

Die Aurum Montan VIII konnte mich optisch sofort überzeugen – die 7. Auflage mit ihrem bauchigen äußeren war so gar nicht mein Fall. Die Bauteile und Materialen der Montan 8 wirken wertig und edel. Die Verarbeitung ist top.
Die KEF Reference 203 / 2 habe ich zum ersten Mal live gesehen, sie ging wegen der unendlichen Reihe an positiven Berichten in diversen Foren und hervorragenden Tests mit leichten Vorschusslorbeeren ins Rennen.
Obwohl KEF und / oder KEF-Händler keine Möglichkeit auslassen zu erwähnen, dass die Reference-Serie nicht in China sondern in England produziert wird, kam mir die qualitative Anmutung der Aurum Montan oder auch der Canton Reference 5.2 deutlich besser vor.

Letztendlich ist jedoch der Klang entscheidend.
Die Aurum Montan VIII liefert einen gewaltigen, satten Bass, der im Vergleich zur KEF 203 / 2 in schier unendliche Tiefen vorzudringen vermag. Kein Wunder, während die KEF mit 2 x 16,5 cm Basstreibern aufwartet, ist bei der Aurum ein Treiber mit stolzen 26 cm Durchmesser verbaut.
Dieser versteckt sich hinter ein paar (abnehmbaren) Gummibändchen und wurde diagonal in das Gehäuse eingebaut. So bleibt die Aurum eine relativ schlanke Box. Aurum spricht von einem Druckkammer– / Reflex-Konstruktion. Der Begriff Druckkammer kommt hierbei nicht von ungefähr.
Liebhaber bassgewaltiger Pop-Musik sollten sich die Aurum Montan VIII unbedingt mit ihren Lieblingsplatten anhören.

Im direkten Vergleich machte für mich die KEF Reference 203 / 2 das Rennen. Trotz deutlicher Schwächen im Tiefbassbereich – hier fehlte mir das letzte Quäntchen – hat es die KEF sogar für kurze Zeit in mein heimisches Wohnzimmer geschafft.
Was für mich das Kaufargument für die 203 war, war die beeindruckende Räumlichkeit bei einer – so dachte ich bis vor kurzem – sehr präzisen und naturgetreuen Wiedergabe von Stimmen und Instrumenten. Diese Präzision und Räumlichkeit behielt die KEF auch bei einer eher unglücklichen Aufstellung (sehr wandnah) im heimischen Wohnzimmer bei.

Schwacher Bass
Allerdings zeigte die KEF schnell Schwächen. Mit steigender Anzahl an quergehörten Platten, stellte ich immer mehr fest, dass gerade bei niedrigen Lautstärken die Basswiedergabe doch sehr schwach ist. Bei steigenden Pegeln veränderte sich der Bass plötzlich, d.h. Musiktitel hatten eine lautstärkeabhängig sehr unterschiedliche Charakteristik. Auch der Übergang Bass zu Mitten könnte sauberer sein. Hier fehlte mir ein kleines Stück.
Letztendlich habe ich mich von den KEFs nach sehr kurzer Zeit wieder getrennt.

Und so bin ich noch nicht ganz am Ziel.
Als nächste Lautsprecher im Test, die Revel F52 sowie die Thiel CS 2.4.
Hier kommt so richtig Freude auf. Mein lieber Herr Gesangsverein…

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