Safari 4 – Der Neue public beta

Wenn Apple etwas kann, dann technische Geräte die man eigentlich schon kennt, in ihrer Bedienbarkeit so zu überarbeiten, dass der Nutzer mehr Spaß bei der Handhabung hat. Der neue Safari Browser in seiner 4. Version ist keine Ausnahme.

Safari 4 public beta
Safari 4 public beta

Apple sagt, der Neue habe 150 Features, welche uns wiedereinmal auf den Weg der Innovationen führen. Allerdings haben wir sie alle schon einmal gesehen haben oder irgendwie in einem anderen Browser genutzt. Die Jungs aus Cupertino haben das ganze aber wieder einmal sehr ästhetisch verpackt.

Den neue Browser als Beta-Version (Apple betitelt ihn sehr bescheiden als den besten Browser der Welt) steht unter hier zum Download bereiten. Es wird sowohl eine Ausfürhung für den Mac als auch ein für Windows angeboten. Diese haben wir im folgenden auch einmal ein bisschen genauer unter die Lupe genommen.

Freunde und Nutzer von Opera’s Speed Dial und Google Chrome werden sagen, das die „Top Sites“ aus Safari ihnen äusserst bekannt vorkommen. Genauso wie in Chrome, zeigen die Top Sites eine Vorschau-Bild Raster mit Websiten welche gerne und häufig besucht wurden. Diese passen sich an ihr Surfverhalten und ändern sich, wenn sich ihre Vorlieben ändern.

Coverflow jetzt auch in Safari
Coverflow jetzt auch in Safari

Diese dort-bin-ich-gerne-gewesen Funktion bringt ein paar nette zusätzliche Features und Anpassungmöglichkeiten mit sich. Zum einen wird per bei Klick auf ein Vorschaubild (thumbnails) dieses mit einem ziemlich coolen, animierten Effekt nach vorne gebracht und füllt den ganzen Bildschirm aus. Zweitens werden Seiten, bei den sich der Inhalt seit dem letzten Besuch geändert hat, mit einem blauen Stern in Ecke versehen.

Bearbeiten der Top Sites
Bearbeiten der Top Sites

Am linken unteren Bildschirmrand können die Top Sites über den Button „Edit“ angepasst werden. Wenn man sich im Edit-Modus befindet erscheinen an der linken oberen Ecke eines jeden Vorschaubildes ein X und eine Stecknadel. Wenn sie das X anklicken wird die jeweilige Seite entfernt und über die Stecknadel können Seiten an ihrer aktuellen Position fixiert werden. Am rechten unteren Rand befinden sich die „Small“, „Medium“ und „Large“ Buttons. Über diese kann eingestellt werden, wieviele thumbnails auf einmal angezeigt werden sollen (und natürlich deren Größe). Per Drag and Drop lassen diese sich auch beliebig anordnen und verschieben. Sehr schön anzusehen wie die anderen Seiten Platz machen, wenn man eine Seite verschiebt.


Cover Flow Ansicht

Ein Gimmick bietet Safari wirklich, was bisher kein anderer Browser (ab Werk zumindest, also ohne diverse Plug-Ins oder Add-Ons) bietet, ist allen Mac-User (aus dem Finder) und iPod-Besitzern (der letzten Generation) bekannt – Cover Flow. In iTunes wurden bisweilen nur Album-Cover von Musikinterpreten auf diese Art dargestellt. Safari macht das ganze nun mit Webseiten.

Geht man in die Lesezeichen-Ansicht (der Bookmark Button befindet sich gleich links dem Top-Sites Button in der Menüzeile) kann man sich die Lesezeichen, den Verlauf oder die Suchergebnisse im Cover Flow – Stil anzeigen lassen. Firefox-User können mit der Erweiterung FoxTab sich eine ziemlich ähnliche Oberfläche nach Hause holen.

Tabs ganz oben

Hat Apple da ein bisschen zulange mit Google’s Chrome herumgespielt? Scheinbar gefällt ihnen manches Feature ganz gut! So rutschen auch bei der neusten Version von Safari die Tabs an den obersten Rand des Fensters. Die Ähnlichkeiten zwischen den Beiden liegt doch ziemlich offen auf der Hand.

Safari versus Chrome
Safari versus Chrome

Chrome befindet sich hier im Hintergrund und Safari einmal darübergelegt, wird offensichtlich wie die Knöpfe rechts neben der Adresszeile sich stark gleichen.

Ist er schneller?

Eine der wichtigsten ist natürlich ob Safari vier wirklich einen Zahn zulegen konnte auf der Autobahn des WorldWideWeb? Unterstützt wird er durch die neue JavaScript engine Nitro und HTML rendering. Der schlanke Zugang zum Internet fühlt sich wirklich ziemlich zügig an. Im Vergleich zu Google Chrome, Internet Explorer 7 und einem vollgepackten Mozilla Firefox bestach der Neue mit schnellen Beinen. Allerdings wurden keinerlei Benchtest durchgeführt und dieser Eindruck ist sehr subjektiv.

Tipps für den Einsatz

  • Alt-Taste – die eigentlich Menüzeile angezeigt und auch wieder versteckt
  • Strg+Tab – wechseln zwischen den geöffneten Tabs
  • Pfeiltasten – Navigieren im Coverflow

Toolbar anpassen

Wer Angst vor Insekten hat oder mit dem kleinen Käfer rechts oben nichts anzufangen weiss – Ein Klick auf das kleine Rädchen links neben dem Käfer und anschliessend „Costumize Toolbar“ auswählen. Hier können per Drag and Drop neue Elemente hinzugefügt oder auch dieser lästige Käfer entfernt werden.

Safari 4 - Customize Toolbar

Nach mehr oder weniger intensiver Nutzung mit Safari wurde klar, dass das Beta-Label zurecht vergeben wurde. Der Browser ist noch etwas wacklig auf den Beinen und verabschiedet sich des öfteren – ohne Verankündigung. Um das System stabil zum Laufen zu bringen müssen die Apple-Entwickler noch ein bisschen Zeit investieren.

Fehlermeldung - nicht die Erste...
Fehlermeldung - nicht die Erste...

Alles in allem ist Safari 4 wirklich nett anzuschauen und kommt ohne großen Schnick-Schnack daher. Sie haben die optische Latte wieder mal ein Stückchen höher gelegt und bieten im Segment der kleinen aber feinen Browser den Google-Entwicklern aus Mountain View ordentlich paroli. Haben sie Safari 4 schon getestet? Zufrieden? Oder was stört sie?

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